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Der Schreibratgeber »Vier Seiten für ein Halleluja« von Hans Peter Roentgen ist zwar nicht bei el!es erschienen, aber ich empfehle ihn trotzdem. 
Vier Seiten, mehr lesen Verlagslektoren von unverlangt eingesandten Manuskripten nicht, so die Klage abgelehnter Autoren. Verlagsborniertheit? Nein, Profis können tatsächlich nach den ersten Seiten sehen, woran ein Text krankt. (Klappentext »Vier Seiten für ein Halleluja«)
Ja, das ist so. Auch wenn viele Autorinnen und Autoren das nicht glauben wollen und meinen, ihr Buch würde dann ab Seite 100 aber total spannend. Das funktioniert nicht. Der Anfang muß mitreißen, sonst wird das Buch abgelehnt.
In der Tat sind es manchmal noch nicht einmal vier Seiten, sondern nur vier Sätze. Wenn die ersten Sätze schon einen schlechten Eindruck machen, liest kaum ein Lektor weiter. Denn es ist nicht zu erwarten, daß sich das Buch noch bessert. Und selbst, wenn es das tut: Was nützt das, wenn der Anfang nicht mitreißt und die LeserInnen davon abhält, das Buch zu kaufen?
Ich würde mich wiederholen, wenn ich all das aufzählen würde, was Hans Peter Roentgen anprangert, denn ich weise auf dieselben Dinge schon seit Jahren hin. Die »Schreibwerkstatt« hier auf der el!es-Webseite ist voll davon.
Doch immer wieder stelle ich an eingesandten Manuskripten fest, daß auch die besten Hinweise manchmal nichts nützen, weil jede(r) sie anders interpretiert.
Wenn ich z.B. sage: »Lassen Sie überflüssige Details weg«, muß man ja erst einmal wissen, was überflüssige Details sind.
Hans Peter Roentgen gibt dafür viele Beispiele. 19 angehende Schriftsteller haben ihn dabei unterstützt und Romananfänge zur Verfügung gestellt, die Hans Peter Roentgen auf Fehler und Ablehnungsgründe hin analysiert. Er nimmt von all diesen Romananfängen die ersten vier Seiten und seziert sie geradezu.
Es ist sicherlich nützlich, seine eigenen Romananfänge einmal mit denen in Hans Peter Roentgens Buch zu vergleichen. Man wird viel Bekanntes finden, vielleicht die eigenen Fehler besser erkennen.
Ich kann jedenfalls nur empfehlen, sich darüber Gedanken zu machen, bevor man einen Roman an einen Verlag schickt. Es könnte einem viele Ablehnungen ersparen.
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Also, kaufen und lesen
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Julia